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Doan-Show begeistert Frankfurt

Doan-Show begeistert Frankfurt

Ein alles überragender Ritsu Doan hat Eintracht Frankfurt in der Bundesliga den zweiten Saisonsieg beschert. Doan traf beim 3:1 (2:0) bei der TSG 1899 Hoffenheim gleich doppelt für die Eintracht (17., 26. Minute).

Das dritte Tor für die Frankfurter, die mit sechs Punkten und 7:2 Toren in die Länderspielpause gehen, gelang Can Uzun (51.). Grischa Prömel erzielte in der Schlussphase den Ehrentreffer (90.+1).

"Ich glaube, das erste Tor hat extrem geholfen. Das war schon so ein Türöffner, dass wir den Fuß dann auch richtig im Spiel hatten", analysierte Eintracht-Coach Dino Toppmöller.

Die Partie begann direkt temporeich, beiden Mannschaften war das aus den Auftaktsiegen gewonnene Selbstvertrauen anzumerken. Die Frankfurter, die auf die angeschlagenen Jonathan Burkardt und Mario Götze verzichten mussten, hatten zu Beginn mehr Ballbesitz, aber die Hoffenheimer lauerten auf schnelle Umschaltmomente, vor allem über die linke Seite mit Bazoumana Touré. Den ersten relevanten Abschluss hatte Tim Lemperle, der für die Gastgeber von halblinks abzog, Michael Zetterer aber nach einer knappen Viertelstunde damit nicht in Bedrängnis bringen konnte.

Traum-Schlenzer und tolle Kombination - Doan trifft doppelt für Frankfurt

Deutlich gefährlicher war der erste Abschluss der Gäste drei Minuten später: Doan zog von rechts nach einem Einwurf nach innen und schlenzte die Kugel in bester Arjen-Robben-Manier wunderbar oben links in den Winkel zur Frankfurter Führung. Es war keine Anfangsphase mit vielen Chancen - aber die Eintracht brauchte auch nicht viele. Aus einem Ballgewinn schaltete die Elf von Dino Toppmöller in der 26. Minute blitzschnell um, Arthur Theate steckte links in den Strafraum auf Jean-Matteo Bahoya durch, der behielt die Übersicht, fand den rechts in den Sechzehner einlaufenden Doan mit einem tollen Querpass und der Japaner musste nur noch vollenden. Wie schon in der Vorwoche gegen Werder Bremen nutzten die Gäste ihre Gelegenheiten direkt eiskalt.

Die kalt erwischte TSG bemühte sich um eine schnelle Antwort, Fisnik Asllani verfehlte im direkten Gegenzug nach dem 0:2 mit einem Drehschuss das Frankfurter Tor nur um wenige Zentimeter (29.). Frankfurts Burkardt-Ersatz Elye Wahi hätte in der 36. Minute eigentlich sogar auf 0:3 stellen müssen, doch irgendwie gelang es dem Franzosen, den auf der Linie rollenden Ball nicht ins Tor zu bugsieren und Robin Hranac kam noch mit der Grätsche dazwischen (36.). Stattdessen jubelte auf der anderen Seite die TSG - aber nur kurz: Lemperle bereitete nach einem schnell ausgeführten Freistoß gegen unaufmerksame Hessen das vermeintliche 1:2 durch Asllani vor, stand dabei aber hauchdünn im Abseits (40.). Die Frankfurter Pausenführung ging in Ordnung, doch die TSG war keineswegs chancenlos und hatte die Defensive der Gäste mehrfach in arge Bedrängnis gebracht.

Frankfurt schockt Hoffenheim direkt wieder

Hoffenheim startete mit Energie in den zweiten Durchgang, wurde aber schon nach sechs Minuten wieder knallhart ausgebremst: Nach einem langen Ball war Matchwinner Doan diesmal Vorbereiter für Uzun, der im Rücken der unorientierten Hoffenheimer Abwehr durchstartete und frei vor Oliver Baumann keine Mühe hatte, die Partie zu entscheiden. Die Kraichgauer kamen zwar wieder direkt nach dem Gegentor zu einem Abschluss, Zetterer blieb im kurzen Eck gegen Lemperle aber stoisch stehen und parierte mit den Füßen (53.).

Der Drei-Tore-Rückstand hatte den Gastgebern sichtlich den Wind aus den Segeln genommen. Frankfurt verteidigte die Führung konsequent und minimierte im eigenen Ballbesitz das Risiko. Beide Mannschaften hatten in einer jetzt lange nicht mehr so intensiven Begegnung zwar durchaus noch die ein oder andere Gelegenheit auf einen vierten Treffer des Tages, Baumann und vor allem der starke Zetterer in der 81. Minute gegen Touré parierten aber jeweils souverän.

Hoffenheims Prömel sorgt nochmal kurz für Unruhe

In der Nachspielzeit wurde Zetterer dann doch noch mal geschlagen: Der eingewechselte Prömel zog vom Strafraumrand ab und der Ball schlug zum insgesamt verdienten Ehrentreffer ein (90.+1). Um ein Haar hätte Prömel nach Flanke von rechts sogar noch mal für richtig Spannung gesorgt, köpfte die Kugel aber Zentimeter rechts am Pfosten vorbei (90.+2). So jubelte am Ende die Eintracht nach einer erst spektakulären und dann bis auf die letzten fünf Minuten reifen Leistung über den zweiten Saisonerfolg und etablierte ihre Rolle als aktuell wohl größter Bayern-Konkurrent. Das sah auch Toppmöller so: "Wenn der Kopfball reingeht, dann brennt es hier noch mal zwei Minuten und das wäre total unnötig gewesen, weil wir schon auch die Möglichkeiten hatten, um hier auch ein, zwei Tore mehr zu schießen."

"Frankfurt war einfach sehr, sehr effizient. Ich glaube wir haben in der Anfangsphase alles dafür unternommen, in Führung zu gehen. (...) Am Ende haben wir es nicht geschafft, die Schlüsselmomente auf unsere Seite zu ziehen. Und dann hat man auch gesehen, dass Frankfurt uns einfach in allen Belangen von Entscheidungsfindung in der Offensive oder Abschluss bis zum in letzter Konsequenz Verteidigen noch einen Schritt voraus ist", meinte Hoffenheims Trainer Christian Ilzer.

Hoffenheim bei Union, Frankfurt muss nach Leverkusen

Hoffenheim spielt nach der Länderspielpause am Samstagnachmittag in der "Alten Försterei" bei Union Berlin (13.09.2025, 15.30 Uhr). Frankfurt fährt zum Flutlichtspiel in die Bay-Arena (12.09.2025, 20.30 Uhr).

sportschau

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